Lookcook stellt vor
Andreas Caminada
Puderzucker statt Powderspas.
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Foto: © Helge Kirchberger / Red Bull Photofiles
Als rebellischer Teenager hatte Andreas Caminada zwar viel Freude an seiner Kochlehre, jedoch fehlte oftmals die Zeit: Das Snowboard übte eine noch größere Anziehungskraft auf den Schweizer aus als Töpfe und Pfannen. Aber wie das mit der Liebe so ist: Wenn sie kommt, dann gleich gewaltig. Caminada traf der kulinarische Pfeil Amors auf einer Sprachreise durch Kanada. Die Haute Cuisine hatte ihn in Vancouver erobert. Von da an wusste Caminada was er wirklich wollte: kochen. Nach einem Zwischenstopp in der Heimat kehrt er nur wenig später in das größte Land der Erde zurück, diesmal jedoch um seine Kochkünste zu vertiefen.
Wieder in Europa lebt er seine neu entdeckte Leidenschaft intensiv aus: Der junge Bündner genießt im Hotel Walserhof, in der Wirtschaft zum Wiesengrund und im Restaurant Bareiss unter den strengen Augen seiner erstklassigen Lehrmeistern Beat Bolliger, Hans-Peter Hussong und Claus-Peter Lumpp eine ausgezeichnete Schule.
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Foto: © Helge Kirchberger / Red Bull Photofiles
2003 steht das Schloss Schauenstein in Fürstenau zur Pacht frei. Caminada sieht seine Stunde gekommen und entschließt sich zum Abenteuer Selbstständigkeit. Das Schloss wird zur Zufluchtsstätte für Feinschmecker und Genießer und präsentiert sich als gelungene Symbiose aus barocker Schlossatmosphäre und urbaner Innenausstattung. Ein exzellenter Service und der imposante Weinkeller verwöhnen die Gäste. Caminada glänzt währenddessen in der Küche durch seine Vielfalt und Virtuosität: Unterschiedliche Gartechniken, Temperaturen und Konsistenzen fließen zu einem harmonischen Gesamtkonzept zusammen, das die Geschmacksnerven immer wieder überrascht, wie sein marinierter Thunfisch mit Melone und Zitronenöl oder Langustinen mit Koriander und Tomaten. Zum Nachtisch serviert er Rhabarber mit Schokoladencroustillants.
Caminadas Rezepte sind in der französischen Küche zuhause, jedoch verfeinert, adaptiert und mit einem Schuss außergewöhnlicher Ästhetik serviert. Auf das Konto des Meisters des kulinarischen Mehrkampfs gehen im Jahr 2008 18-Gault-Millau-Punkte. Zusätzlich erhält er höchste Anerkennung in Form des zweiten Michelin-Sterns. Damit katapultiert sich Caminada als jüngstes Mitglied mit dem Schloss Schauenstein in die Gilde der 13 Schweizer 2-Sterne-Restaurants.
Sein Erfolgsrezept klingt dabei denkbar einfach: Für ihn ist das Kochen ein Handwerk, das jeder lernen kann. Auf die Frage wie man zum Spitzenkoch wird, serviert er: „Gute und motivierte Mitarbeiter, Freude am Umgang mit Menschen und vor allem viel Liebe zum Detail.“ Wem das nicht reicht, empfehlen wir eine Sprachreise nach Kanada.
Zu Gast im Restaurant „ Ikarus„ Hangar- 7 / März 2009
Quelle Red Bull Hangar- 7 GmbH
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